Rein in den Urwald, merken, dass es stickig und mückenverseucht ist, dann schnellstmöglich raus aus dem Blätterdickicht. So verlief meine erste Konfrontation mit dem Taman Negra in Malaysia. Ich konnte nicht ahnen, dass ich mich wenige Jahre später in einen ecuadorianischen Mann und seinen Urwald verlieben würde. Oder, dass ich zu ihm in den Dschungel ziehen würde. Mit ihm entdeckte ich den Lifestyle Ecuador!

 

Im Regenwald zu wohnen, fühlt sich so an …

# 1 Insekten sind deine Mitbewohner, Affen deine Nachbarn.

Wir wohnten abgeschieden in spartanischen Bungalows. Wenn keine Touristen da waren, die wir betreuten und womit ich meinen Aufenthalt finanzierte (freie Kost und Logis), verbrachten wir die meiste Zeit am Steg oder in einer Hängematte. Wir befanden uns an einem Nebenlauf des Flusses Cuyabeno. Ganz alleine. Also nicht wirklich alleine, denn im Urwald wimmelt es natürlich vor Insekten. Zu meiner Überraschung waren Mücken meist kein großes Problem. Ich gewöhnte mich schnell an die bunten Käfer, Falter, Spinnen, Ameisen, … Besser du gewöhnst dich daran, denn es ist unmöglich, sie auszusperren. Unter dem Dach des Bungalows wohnte zum Beispiel eine Vogelspinne, die abends aus ihrem Versteck gekrochen kam, um auf Beutejagd zu gehen. Wir kamen uns nie in die Quere. Meine Einschlafmusik war das Zirpen im Wald, manchmal untermalt mit den Rufen einer vorüberziehenden Affenbande.

# 2 Deine Darmprobleme sind nicht vorübergehend.

Jetzt wird es unangenehm. Strom ist im Cuyabeno Luxusware. Ohne Generator oder Solarpanels läuft kein Kühlschrank und wir hatten nichts von alledem. Jeden Tag einkaufen gehen? Ebenso Fehlanzeige, wenn die nächste Kleinstadt zehn Stunden Boots- und Busfahrt entfernt liegt. Die einzig frische Nahrung vor Ort, sind Fische, wie z.B. Piranhas. Dazu Essbananen, Kartoffeln und Reis. Das klingt nach einem einseitigen Essen, doch davon wird man zumindest nicht krank. Sehr wohl aber von Hühnersuppe, die seit einer Woche aufgekocht wird, um wenigstens die Bakterienzahl darin zu dezimieren. Ich durfte die Erfahrung machen, dass die europäische Darmflora nicht für so heftiges Hühnchen gemacht ist.

# 3 Dein Auto ist ein Kanu und läuft mit Muskelkraft.

Der Vorteil ohne Motor durch das Labyrinth von Flussläufen zu schippern ist, dass man viel mehr Tiere zu Gesicht bekommt (siehe dazu auch # 10!). Dafür lohnt es sich, seine Arme zu betätigen. Im Urwald gibt es überhaupt nur zwei Arten der Fortbewegung. Zu Fuß, oder mit dem Kanu. That´s it.

# 4 Wenn es regnet, dann richtig, aber nie sonderlich lang.

Dass es im Regenwald ständig regnet, stimmt nicht. Zumindest habe ich es so nie erlebt. Wenn es regnete, dann heftig und kurz. Es waren Gewitter, die sich schwarz in der Ferne ankündigten. Düstere, riesige Wolken, die schnell auf uns zuzogen. Einmal saßen wir dabei im Kanu. Es wurde schlagartig bitterkalt und die Luft knisterte. In der nächsten Sekunde blitzte und donnerte es. Kübelweise schüttete es so heftig auf uns herunter, dass wir schnell das viele Wasser aus unserem Kanu schöpfen mussten, um nicht unterzugehen.

Du möchtest noch mehr über das Leben im Urwald erfahren? 

Hier geht es zu  Teil 2 

„Lifestyle Ecuador – Wie fühlt es sich an, im Urwald zu wohnen?“

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